Networking ist weit mehr als der bloße Austausch von Visitenkarten. In einer Arbeitswelt, die zunehmend auf Vertrauen und Persönlichkeit setzt, gewinnt authentisches Networking an Bedeutung. Doch wie bricht man das Eis, ohne in floskelhaftem Smalltalk zu versinken?
Die Antwort liegt in der Qualität Ihrer Fragen. Statt oberflächlicher Standard-Themen regen diese Impulse zu echtem Austausch an und bleiben nachhaltig im Gedächtnis.
Warum Deep Talk beim Networking besser funktioniert als Smalltalk
Herkömmliche Fragen wie „Und, was machen Sie beruflich?“ führen oft zu einstudierten Sätzen. Wer jedoch Deep Talk im Business gezielt einsetzt, schafft eine emotionale Verbindung. Das fördert nicht nur die Sympathie, sondern legt den Grundstein für langfristige Kooperationen.
1. Den Berufs-Einstieg neu gestalten
Verzichten Sie auf die Frage nach dem Jobtitel. Fragen Sie stattdessen nach der Motivation und den Arbeitsweisen.
„An welchem Projekt arbeiten Sie gerade, das Sie besonders begeistert?“ – Dieser Fokus auf positive Energie vermeidet Gespräche über Stress und Überlastung.
„Was ist Ihre ‚Superkraft‘ im Büro?“ – Eine spielerische Methode, um Stärken zu identifizieren, ohne dass es sich nach einem Vorstellungsgespräch anfühlt.
„Wenn Sie Ihren Job für drei Monate von jedem Ort der Welt aus machen könnten – wohin würden Sie gehen?“ – Diese Frage verbindet professionelle Flexibilität mit persönlichen Träumen.
„Über welches Thema könnten Sie spontan einen 20-minütigen TED-Talk halten?“ – Ideal, um echte Expertise und verborgene Leidenschaften zu entdecken.
„Was wollten Sie als Kind werden?“ – Ein charmanter Brückenschlag, der oft zu inspirierenden Karrieregeschichten führt.
2. Effektive Eisbrecher für eine positive Atmosphäre
Ein guter Networking-Eisbrecher sollte die Stimmung sofort heben. Ersetzen Sie das banale „Alles klar?“ durch gezielte Positivität:
„Was war das Beste, das Ihnen heute passiert ist?“ – Aktiviert positive Areale im Gehirn und sorgt für ein Lächeln.
„Auf welches Event freuen Sie sich dieses Jahr besonders?“ – Gibt Aufschluss über Interessen und die persönliche Planung.
„Welches Talent hätten Sie heute im Laufe des Tages gut gebrauchen können?“ – Humorvoll und authentisch, da es kleine menschliche Schwächen zulässt.
3. Kultur und Freizeit: Gemeinsamkeiten finden
Echtes Interesse zeigt sich oft abseits der Excel-Tabellen. Nutzen Sie diese Fragen, um die Person hinter der Position kennenzulernen:
„Welchen Podcast oder welches Buch haben Sie zuletzt entdeckt?“ – Empfehlungen sind der einfachste Weg, um eine gemeinsame Basis zu finden.
„Haben Sie in nächster Zeit spannende Reisen geplant?“ – Ein zeitloser Klassiker für entspannte Gespräche.
„Was war Ihre beste Anschaffung in diesem Jahr?“ – Offenbart Prioritäten, egal ob es ein technisches Gadget oder ein Erlebnis war.
Pro-Tipp für erfolgreiches Networking
Sollte Ihr Gegenüber bei einer ungewöhnlichen Frage zögern, nutzen Sie die „Self-Disclosure“-Technik: Beantworten Sie die Frage zuerst kurz selbst. Das senkt die Hemmschwelle und dient als Vorlage. „Bei mir wäre der TED-Talk wohl über die perfekte Kaffeebohne – und bei Ihnen?“
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu authentischem Networking
Nutzen Sie offene Fragen, die mit „Was“, „Wie“ oder „Warum“ beginnen. Diese lassen sich nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten und halten das Gespräch im Fluss.
Eine gute Frage ist spezifisch genug, um eine interessante Antwort zu provozieren, aber offen genug, um dem Gegenüber Freiraum zur Selbstdarstellung zu lassen.
Achten Sie darauf, Themen wie Politik, Religion oder zu private Probleme zu meiden. Konzentrieren Sie sich auf Werte, Ziele, Leidenschaften und positive Erfahrungen.





