Bevor wir KI nutzen, um eine Botschaft zu verstärken, müssen wir sicher sein, dass die Botschaft strategisch wasserdicht ist.
Denn Lautstärke ersetzt keine Klarheit.
Ein klassisches Szenario aus meiner Beratung: Ein mittelständisches B2B-Unternehmen (CEO + Marketing) überlegt:
„Sollen wir KI offensiv als Kern unseres Angebots kommunizieren, um moderner wahrgenommen zu werden?“
Der Impuls des CEO:“ Wir wollen KI stärker nutzen, um als innovativer Anbieter zu gelten.“
Klingt logisch. Ist aber oft keine Strategie, sondern nur eine Maßnahme. Um den Unterschied zu erkennen, setze ich diesen Entscheidungs-Prompt ein. Er wird genutzt, bevor:
- eine Strategie verabschiedet wird
- ein Angebot neu positioniert wird
- eine größere Kampagne startet
Er ersetzt das Denken nicht, er zwingt uns dazu.
Der Strategische Entscheidungs-Prompt
Rolle: Handle als strategischer Berater für Unternehmensführung.
Kontext: Wir planen [Hier Maßnahme einfügen, z.B. KI-Positionierung].
Aufgabe: Analysiere die Implikationen dieser Maßnahme, indem du folgende Fragen beantwortest:
- Metacognition: Welche Entscheidung treffe ich hier wirklich – jenseits der reinen Maßnahme? (Z.B.: Entscheide ich mich für Innovation oder gegen meine bisherige Kernkompetenz?)
- Assumption Check: Welche fundamentale Annahme über den Markt muss zwingend stimmen, damit diese Entscheidung richtig ist?
- Red Teaming: Welche Gegenposition wäre aus Sicht eines klugen Kritikers absolut fair?
- Risk Appetite: Welches konkrete Risiko nehme ich bewusst in Kauf?
- Red Lines: Welche Linie würde ich trotz dieser Entscheidung niemals überschreiten – und warum?
Oft stellen wir fest: Die echte Entscheidung ist nicht „Wir kommunizieren KI“, sondern „Wir riskieren, unsere Bestandskunden zu verunsichern, um neue Tech-Kunden zu gewinnen.“
Kann man machen. Aber man muss es wissen, bevor man den „Veröffentlichen“-Button drückt.
Ich helfe Unternehmen, Entscheidungen zu klären, bevor Technologie sie skaliert.



